Beantworten Sie ein paar Fragen zu Ihrem Raum und Ihrem Haus – wir zeigen Ihnen sofort eine erste Einschätzung. Je mehr Angaben Sie machen, desto genauer wird sie.
Unser Rechner ermittelt den spezifischen Wärmebedarf (Watt pro m²) aus mehreren Faktoren und multipliziert ihn mit Ihrer Wohnfläche. Die Grundwerte stammen aus branchenüblichen Faustformeln:
| vor 1977 (unsaniert) | 135 W/m² |
| 1977–1995 | 105 W/m² |
| 1995–2002 | 85 W/m² |
| 2002–2016 (EnEV-Standard) | 60 W/m² |
| ab 2016 (GEG-Standard) | 45 W/m² |
| Passiv-/Effizienzhaus | 18 W/m² |
Der Basiswert wird anschließend mit folgenden Faktoren skaliert:
Bei der Entwicklung dieses Tools haben wir unsere Ergebnisse gegen andere Online-Rechner verglichen. Dabei zeigte sich: Manche Rechner im Netz kommen auf etwa doppelt so hohe kW-Werte. Es gibt hierzu keine einzige verbindliche Norm, nur unterschiedlich vorsichtige Konventionen. Wir haben uns bewusst für die konservativere Kalibrierung entschieden, weil ein überdimensionierter Kaminofen im Teillastbetrieb zu Schwelbrand und schlechter Verbrennung neigt – ein zu niedriger Wert lässt sich in der Praxis dagegen unkritischer durch Nutzungsverhalten ausgleichen (der Regelbereich eines Ofens deckt real oft ±40–50% um seine Nennleistung ab).
Dies ist eine Faustformel-Schätzung der Ofenbranche, keine normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Für eine verbindliche Auslegung empfehlen wir ein persönliches Beratungsgespräch.
Das hängt vor allem von Wohnfläche, Baujahr und Dämmzustand ab. Als grobe Faustregel: 40–60 Watt pro m² bei modernen, gut gedämmten Häusern, 90–140 Watt pro m² bei unsanierten Altbauten. Für eine auf Ihr Zuhause abgestimmte Einschätzung nutzen Sie den kW-Rechner oben.
Die überschlägige Heizlast ergibt sich aus Wohnfläche, Deckenhöhe, Baujahr, Sanierungszustand, Fenstertyp, Lage und Klimazone sowie dem Nutzungsfaktor (alleinige Heizquelle oder Ergänzung zur Zentralheizung). Unser Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch anhand branchenüblicher Faustformeln.
Ja. Ein überdimensionierter Ofen muss die meiste Zeit weit unter seiner Nennleistung betrieben werden, was häufig zu Schwelbrand und schlechter Verbrennung führt. Handelsübliche Kaminöfen für Wohnräume gehen selten über 10–12 kW.
Handelsübliche Kaminöfen starten meist bei etwa 3–4 kW. Liegt Ihr rechnerischer Bedarf darunter, ist das kein Fehler – die kleinste verfügbare Ofengröße ist in der Praxis oft trotzdem die passende Wahl.
Ja, aber mit Einschränkungen. Der rechnerische Wärmebedarf liegt im Passivhaus oft nur bei 1–3 kW – ein normaler 6–8-kW-Ofen würde den Raum in Minuten überhitzen. Handelsübliche Öfen starten meist erst bei 4–5 kW, was für die reine Heizfunktion oft schon knapp ausreichend bis eher zu viel ist. In der Praxis ist der Ofen im Passivhaus daher meist ein Gemütlichkeitsfeuer für gelegentliche Nutzung statt eine Dauerheizung. Wichtig: Er muss raumluftunabhängig mit externer Verbrennungsluftzufuhr und DIBt-Zulassung betrieben werden, sonst drohen Unterdruck-Probleme mit der Lüftungsanlage.
Es gibt keine einzige verbindliche Norm für diese Faustformel-Schätzung, sondern unterschiedlich vorsichtige Konventionen. Manche frei verfügbaren Online-Rechner kommen auf etwa doppelt so hohe Werte wie unser Tool. Wir kalibrieren unseren Rechner bewusst konservativer, weil ein überdimensionierter Ofen im Teillastbetrieb zu Schwelbrand und schlechter Verbrennung führen kann – die niedrigere Empfehlung ist also eine bewusste fachliche Entscheidung, kein Zufall.
Nein. Kaminöfen haben einen Heizleistungsbereich, keinen Festwert: Ein Ofen mit z. B. 6 kW Nennwärmeleistung lässt sich je nach Befeuerung real meist zwischen etwa 3 und 8 kW betreiben. Ein Ofen in der Nähe des berechneten Wertes reicht in der Praxis daher aus, ein exakter Treffer ist nicht nötig.